Page 53

Kleve_80

5 51 Verschiedene Lebenslagen Tipps: ■■ Grundsätzlich spricht nichts dagegen, an einer Kaffeefahrt teilzunehmen, aber denken Sie daran: Sie sind nicht dazu verpflichtet, etwas zu bestellen oder zu kaufen. ■■Überprüfen sie die Seriosität des Anbieters. Auf der Einladung sollte zum Beispiel die vollständige Adresse des Veranstalters stehen, eine Postfachadresse reicht später in der Regel nicht, um Ihre Rechte durchzusetzen. Fragen Sie bei Ihrer Verbraucherzentrale nach. Die Verbraucherzentrale Hamburg hat eine „Schwarze Liste unseriöser Betreiber von Kaffeefahrten“ zusammengestellt, die im Internet abrufbar ist: http://www.vzhh.de/recht/30249/schwarze-liste-derabzocker. aspx. ■■Unterschreiben Sie nichts, was Sie nicht ganz genau verstanden haben. Unterschriften sind nie „reine Formsache“. ■■Beachten Sie bei Verträgen auf Kaffeefahrten das Datum und die Unterschriften! Die Belehrung über Ihr Widerrufsrecht muss im Vertrag gesondert unterschrieben werden. Ein fehlendes oder falsches Datum erschwert die Durchsetzung Ihres Widerrufsrechts. ■■ Fordern Sie eine Vertragsdurchschrift, auf der Name und Anschrift des Vertragspartners deutlich lesbar sind. ■■Wenn Sie vom Vertrag zurücktreten möchten: Schicken sie einen schriftlichen Widerruf (Einschreiben mit Rückschein) binnen 14 Tagen nach Vertragsschluss an den Verkäufer. ■■Auf das Widerrufsrecht von 14 Tagen muss der Verkäufer gesondert hinweisen. Bei fehlendem Hinweis gilt ein mindestens sechsmonatiges Rücktrittsrecht. ■■Ein Rücktritt vom Vertrag innerhalb dieser Fristen muss nicht begründet werden. ■■Das deutsche Widerrufsrecht gilt auch für Kaffeefahrten ins Ausland, wenn in Deutschland dafür geworben wurde und Busfahrt, Veranstaltung und Verkauf von einem deutschen Unternehmen durchgeführt werden. ■■ Leisten Sie keine Anzahlung, auch wenn diese als Verwaltungsgebühr deklariert wird. ■■Bei Unklarheiten über Veranstalter/Anbieter setzen Sie sich mit der Polizei oder dem Ordnungsamt in Verbindung. Verkaufsveranstaltung dieser Art sind genehmigungspflichtig! In der Regel liegt bei solchen Anbietern keine Genehmigung für die Veranstaltung vor. ■■Wenn Ihnen der Veranstalter verbietet, den Veranstaltungsraum zu verlassen, oder Ihnen in sonst irgendeiner Weise droht, rufen Sie die Polizei und erstatten Sie Anzeige wegen Freiheitsberaubung und/oder Nötigung. ■■Wenn Ihnen nach der Veranstaltung die Rückfahrt verweigert wird, verlangen Sie den Namen des Busunternehmers und des Busfahrers. Falls die Angaben verweigert werden, rufen Sie die Polizei zur Personalienfeststellung. ■■ Fordern Sie versprochene Geschenke ein. Versprochene Geschenke müssen ausgegeben werden (§ 661 BGB). ■■Notieren Sie sich den Namen von Zeugen und möglichst den Wortlaut der Warenanbietung. Quelle: propka


Kleve_80
To see the actual publication please follow the link above