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4 35 Soziales / Pflege altersbedingter Makuladegeneration und leisten insoweit einen wichtigen Beitrag zur Mobilität im Alter. Finanzielle Hilfen ■■ Leistung an hochgradig sehbehinderte Menschen: Hochgradig sehbehinderten Menschen, die mindestens 16 Jahre alt sind und deren besseres Auge mit Gläserkorrektur ohne besondere optische Hilfsmittel eine Sehschärfe von nicht mehr als 5 % aufweist, erhalten auf Antrag eine monatliche finanzielle Hilfe. Die Leistung wird unabhängig vom Einkommen und Vermögen gewährt. ■■Blindengeld und Blindenhilfe: Als blind gelten Personen, deren besseres Auge eine Sehschärfe von nicht mehr als 2 % aufweist. Blinde Erwachsene unter 60 Jahren sowie Kinder und Jugendliche erhalten ein nach Alter gestaffeltes Blindengeld, welches unabhängig vom Einkommen und Vermögen gezahlt wird. Bei einer Heimunterbringung erfolgt eine Kürzung der Leistung. ■■ Leistung an gehörlose Menschen: Menschen mit angeborener oder bis zum 18. Lebensjahr erworbener Taubheit oder an Taubheit grenzender Schwerhörigkeit erhalten diese Leistung. Alle hier genannten finanziellen Hilfen werden nur auf Antrag gewährt. Zuständig für die Bewilligung ist der Landschaftsverband Rheinland. Der Antrag kann beim Landschaftsverband Rheinland sowie bei der Stadtverwaltung Kleve als auch bei der Kreisverwaltung Kleve eingereicht werden. Entsprechende Antragsvordrucke sind sowohl beim Landschaftsverband Rheinland, beim Fachbereich Arbeit und Soziales der Stadt Kleve als auch im Internet unter www.ghbg.lvr.de erhältlich. ■ Pflegeleistungen ab 1. Januar 2017 Die Pflegeversicherung, welche seit 1. Januar 1995 als eigenständiger Zweig der Sozialversicherung besteht, soll Personen gegen das finanzielle Risiko der Pflegebedürftigkeit absichern. Durch die Gesetze zur Stärkung der pflegerischen Versorgung (Pflegestärkungsgesetze I – III) und zur Änderung weiterer Vorschriften, werden die Pflegeleistungen zum 1. Januar 2017 angepasst. Als pflegebedürftig gelten Personen, die für die gewöhnlichen und regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen im Ablauf des täglichen Lebens auf Dauer, voraussichtlich für mindestens sechs Monate, in erheblichem oder höherem Maße der Hilfe bedürfen. Hierbei sind Art, Dauer und Häufigkeit der täglichen benötigten Hilfe ausschlaggebend. Diese Leistungen gibt es nur auf Antrag. Mit der Mitgliedschaft bei einer gesetzlichen Krankenkasse ist in der Regel auch automatisch die Mitgliedschaft bei der angegliederten Pflegekasse verbunden.


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